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Jeder wird sich ausmalen können, was passiert wenn sich im Nadellager des Kolbenbolzens ein Dreckkrümel befindet. Um dieses vom Klappern ins Kreischen übergehende Geräusch nicht hören zu müssen, empfiehlt es sich einen sauberen und hellen Arbeitspatz für Tuningzwecke zu benutzen. Wichtig sind ebenso ein mittelgroßer Schraubstock und ein Sortiment an Werkzeug (Hämmer, Feilen, Gabel- und Ringschlüssel, Schraubendreher usw.). Davon abgesehen bietet es sich darüber hinaus an, verschiedene Flüssigkeiten außer Bier und Schnaps in der Werkstatt zu haben. Das können sein:

-      verschiedene Öle (Getriebe-, Motor-, Zweitakt-, Unterbrecheröl usw.)

-      Schmierfette (Graphit-, reines Schmierfett)

-      Rostlöser

-      Schraubenkleber

-      Bremsenreiniger (Vorsicht: entölt gewaltig, daher müssen mit Bremsenreiniger gesäuberte Lager mit besonderer Sorgfalt wieder geölt und gefettet werden)

-      Zweikomponentenkleber (epoxydharzbasiert)

-      dünnflüssiges Dichtungsmittel für z.B. Kurbelgehäuse

-      silikonhaltiges Dichtungsmittel für z.B. Thermostatgehäuse

-      ein bisschen hitzefesten Lack zum Anstreichen des Motors (ist zwar Spielerei, aber Euer Motor sieht dann wie ein Regenerierter aus, gut fürs Ego)

Mit diesem Sortiment sollte es möglich sein einen Motor zu zerlegen, ohne Schäden zu verursachen. Doch nun zum eigentlichen Tuningwerkzeug. Für die Arbeit am Motorblock gelten zwei Arbeitsgänge. Das sind Schleifen und Messen. Messen lässt sich am besten mit einem Messschieber, der über ein Tiefenmaß verfügt. Ein Maßband ist auch zu empfehlen. Mit diesen Gegenständen, die möglichst aus Metall sein sollten, ist hinreichend genaues Arbeiten (bis minimal 0,10 mm) möglich.

Zum Schleifen existieren verschiedene Angebote an Geräten im Baumarkt. Wichtig ist, dass das Gerät eine stufenlos verstellbare Arbeitsdrehzahl bis mindestens 30000 1/min hat und durch ein großes Sortiment an zusätzlichen Komponenten gestützt wird. Diese Komponenten müssen sein:

-      biegsame Welle

-      Schleifsteine verschiedener Größen, Formen und Materiale, die mit Grauguss umzugehen wissen

-      Schleifpapiere in mindestens zwei Körnungen

-      Fräser verschiedener Größen

-      Poliersets mit Watte und Paste

-      rotierende Drahtbürsten

Die Handlichkeit des Gerätes muss ebenso gegeben sein. Bevor man loslegt, sollte man sich erst an einem alten Motorblock probieren. So erarbeitet man sich ein gewisses Geschick und man kann das Schleifgerät mit verschiedenen Aufsätzen für sich testen. Aber Arbeitsschutz beachten. Eine Schutzbrille und eine Staubmaske sind zwingendes Muss. Wer insbesondere die Forderung nach einer Schutzbrille ignoriert, wird bald so wie ich interessiert feststellen, dass der Augenarzt ein ähnliches Schleifgerät benutzt, um die Metallsplitter aus dem Auge zu entfernen. Doch Spaß beiseite, mögliche schwere Schädigungen an den Augen und in der Lunge sind sicherlich kein erstrebenswertes Ziel für uns.

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